Happy-End für Nina – Einzel-Gold bei Staatsmeisterschaften

Bei den 96. Staatsmeisterschaften holten Nina (Einzel-Gold, Doppel-Bronze, Mixed-Bronze)und Patrick Skerbinz (Doppel-Bronze, Mixed-Bronze) fünf Medaillen.


SPORTLAND NIEDERÖSTERREICH – Medieninformation von Wolfgang Eichler – Tischtennis, Nina SKERBINZ – 22-03-2026:

Den Damen-Doppel-Staatsmeistertitel gewann Nina Skerbinz im Alter von 14 Jahren. Jetzt, zwei Jahre später, bei ihren erst dritten Titelkämpfen, gewann das NÖ-Tischtennis-Talent Sonntag in Horn ihre erste Goldmedaille im Damen-Einzel. Im Duell mit UTTC-Stockerau-Klubkollegin Karoline Mischek, um 11 Jahre älter und bei den Titelkämpfen als Nummer eins gesetzt, setzte sich Nina Skerbinz in einem wahren Krimi nach 57 Minuten mit 4:3 (7:11, 11:6, 11:3, 11:5, 4:11, 9:11, 11:9) durch. Zur Draufgabe gab’s zwei Bronzemedaillen im Damen-Doppel und Mixed-Doppel.

Nina Skerbinz gewinnt Einzel-Gold bei den Staatsmeisterschaften 2026

Mit erst 16 Jahren krönte sich Nina erstmals zur Einzel-Staatsmeisterin in der Allgemeinen Klasse (Foto: Sportland NÖ/SpotOne/Manuel Rampl)

Das Damen-Finale bei den Österreichischen Tischtennis-Staatsmeisterschaften in Horn war erwartungsgemäß fest in blau-gelber Hand. Im Kampf um den Meistertitel standen sich mit der topgesetzten Karoline Mischek und Nachwuchshoffnung Nina Skerbinz, Nummer 2, zwei Klubkolleginnen vom UTTC Stockerau gegenüber.

Das Mindestziel der NÖ-Nachwuchshoffnung, ihres Zeichens Siegerin der Europäischen Jugendspiele in Skopje 2025, war schon kurz nach 11 Uhr, nach dem 4:0-Viertelfinalsieg gegen Julia Dür, festgestanden. Ganze 10 Punkte hatte Skerbinz in vier Sätzen zugelassen. Mit dem Einzug unter die letzten Vier hatte die 16-Jährige drei Medaillen sicher – je eine im Einzel, Doppel und Mixed.

Zwei Stunden später kam die kurzzeitige Ernüchterung. Beide Doppel-Semifinale, im Damen-Doppel mit der Burgenländerin Elina Fuchs gegen die UTTC-Stockerau-Klubkolleginnen Karoline Mischek und Nicole Galitschitsch, gingen denkbar knapp mit 2:3 (-7, 11:8, -5, 11:6, -8) verloren; in den letzten Ballwechseln hatte Nina ein wenig ihren Rhythmus verloren. Unmittelbar darauf setzte es mit Bruder Patrick im Mixed-Doppel-Semifinale gegen die topgesetzten Maciej Kolodziejczyk/Karoline Mischek (OÖ/NÖ) eine glatte 0:3 (-7, -8, -8)-Niederlage, wobei die Geschwister Skerbinz in allen drei Sätzen lange Strecken mitgehalten bzw. sogar geführt hatten.

Staatsmeisterschaften 2026: Bronze für Nina & Patrick Skerbinz im Mixed-Doppel

Im Mixed-Doppel holten Nina und Patrick die Bronze-Medaille (Foto: Sportland NÖ/SpotOne/Manuel Rampl)

Das Lächeln kehrte nach dem Damen-Einzel-Semifinale gegen Klubkollegin Nicole Galitschitsch zurück. Die als Nummer zwei gesetzte Nina stürmte mit einem doch recht deutlichen 4:0 (11:5, 11:8, 11:6, 12:10)-Erfolg in ihr erstes Staatsmeisterschaftsfinale. „Ich habe meinen Spielrhythmus wiedergefunden, freue mich auf das programmierte Finale gegen meine Klubkollegin Karo“, gab sich Nina zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt führte Karoline Mischek in ihrem Semifinale gegen Elina Fuchs mit 3:0 in Sätzen und hatte ihren Matchball. Doch die junge Salzburgerin feierte ein Comeback und erzwang einen Entscheidungssatz, ehe Mischek der Papierform dann noch gerecht wurde und 4:3 gewann (11:3, 11:6, 12:10, -11, -10, -10, 11:9).

So durfte die Oberstufen-Realgymnasium-Schülerin von ihrem ersten Staatsmeistertitel im Damen-Einzel träumen. Im Unterschied zum Semifinale fand die 16-Jährige nicht sofort zu ihrem Spiel – der erste Satz ging mit 7:11 verloren. Es war das erste wettkampfmäßige Aufeinandertreffen der beiden Klubkolleginnen Skerbinz und Mischek. Nach der schnellen 1:0-Satzführung der topgesetzten und um 11 Jahre älteren Spielerin kämpfte sich Nina Skerbinz eindrucksvoll zurück und ging ihrerseits mit 3:1 in Sätzen in Führung. Karoline Mischek schlug prompt zurück, gewann die Sätze 5 und 6 und erzwang damit einen Entscheidungssatz.

„Wenn’s wirklich gut läuft, ich mein Top-Niveau zeigen kann, dann kann ich auch Damen-Staatsmeisterin werden“, hatte Nina Skerbinz vor Beginn der Titelkämpfe gemeint. Sie sollte recht behalten. Nach 58 Minuten war der Teenager-Traum Realität. Nina Skerbinz darf sich erstmals Tischtennis-Einzelstaatsmeisterin nennen. „Bei 3:7 im letzten Satz habe ich mir eingeredet: Es ist ein Staatsmeisterschafts-Finale – du darfst nicht aufgeben. Das ist unglaublich cool, wie ich es geschafft habe, weiß ich eigentlich nicht“, lachte die frischgebackene Titelträgerin.

Erfolgreiches Team Skerbinz bei den Staatsmeisterschaften 2026 in Horn

Erfolgreiches Team Skerbinz in Horn: Nina & Patrick mit ihren Betreuern Martin Heimberger (links) und Martin Storf (rechts) (Foto: Sportland NÖ/SpotOne/Manuel Rampl)

SPORTLAND NIEDERÖSTERREICH – Medieninformation von Wolfgang Eichler – Tischtennis, Nina SKERBINZ – 23-03-2026:

Wenig Schlaf, große Genugtuung: „Titel war erstes Ausrufezeichen!“

Der Tag danach: Um 06:45 Uhr früh saß die frischgebackene TT-Damen-Staatsmeisterin Nina Skerbinz im Zug nach Wien, um 08:00 drückte die 16-jährige Niederösterreicherin die Schulbank im Oberstufen-Realgymnasium am Augarten. In einer Unterrichtspause nahm sich Nina kurz Zeit, um die Titelkämpfe in Horn und das Damen-Einzel-Finale gegen Klubkollegin Karoline Mischek, das mit einem knappen 4:3-Sieg der jüngeren Herausforderin endete, nochmals Revue passieren zu lassen.

Nina Skerbinz über…

… ihren ersten Einzel-Titel in der allgemeinen Klasse: „Als ich 2024 erstmals mitgespielt und mit Nicole (Galitschitsch) den Doppel-Titel geholt habe, war der Gedanke: Mein Ziel ist es, auch einmal im Einzel zu holen. Dass es jetzt schon klappt, im dritten Anlauf, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich seh’s als ersten Schritt. Das Ziel ist, mich Schritt für Schritt international zu etablieren. Wahrscheinlich ist es mit der EYOF-Goldmedaille mein bisher wichtigster Sieg.“

… ihr erstes Duell mit Stockerau-Klubkollegin Karoline Mischek: „Ich habe mich seit Tagen auf dieses erste offizielle Match gegen sie gefreut. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich meinen Spielrhythmus gefunden habe. Dann stand es 3:1 und ich war kurze Zeit nicht mehr ganz so konsequent in meinem Spiel, habe vielleicht zu stark ihre Rückhand forciert. Bei 3:7 im Entscheidungssatz dachte ich mir: Das ist ein Staatsmeisterschafts-Finale, da kannst du dich nicht so einfach hängen lassen oder aufgeben. Wie ich es dann geschafft habe, den Satz noch zu drehen, kann ich gar nicht im Detail sagen. Natürlich war auch ein bisschen Glück dabei. Jetzt als Siegerin dazustehen, ist jedenfalls sehr cool. Erst recht, weil ich im Jänner eine schwere Mittelohrentzündung hatte, die Vorbereitung nicht gerade ruhig verlief.“

… weitere Saisonziele: „Ich werde auch internationale Turniere in der allgemeinen Klasse bestreiten, um mich weiterzuentwickeln. Mein großes Saisonziel bleiben in jedem Fall aber die Olympischen Jugendspiele in Dakar im November. Auch wenn wir aktuell noch keine Teilnahme-Quoten haben.“

Ergebnisse 96. Österreichische Staatsmeisterschaften (Horn, 21./22. März 2026)


Herren-Einzel

1. KOLODZIEJCZYK Maciej (OÖTTV)

2. LIU Zhenlong (OÖTTV)

3. PFEFFER Simon (VTTV)

3. CHEN Alexander (CRO)


Damen-Einzel

1. SKERBINZ Nina (NÖTTV)

2. MISCHEK Karoline (NÖTTV)

3. FUCHS Elina (BTTV)

3. GALITSCHITSCH Nicole (NÖTTV)

Herren-Doppel

1. CHEN Alexander (CRO) / RZIHAUSCHEK Julian (STTV)

2. KOLODZIEJCZYK Franciszek (NÖTTV) / KOLODZIEJCZYK Maciej (OÖTTV)

3. MANDL Marius (NÖTTV) / WOLF Christian (OÖTTV)

3. PFEFFER Simon (VTTV) / SKERBINZ Patrick (NÖTTV)

Damen-Doppel

1. GALITSCHITSCH Nicole (NÖTTV) / MISCHEK Karoline (NÖTTV)

2. DÜR Julia (STTV) / LYTVYN Mariia (STTTV)

3. PICHLER Sophia (STTV) / TANG Vanessa (WTTV)

3. FUCHS Elina (BTTV) / SKERBINZ Nina (NÖTTV)

Mixed-Doppel

1. SIMONER Christoph (NÖTTV) / LYTVYN Mariia (STTTV)

2. KOLODZIEJCZYK Maciej (OÖTTV) / MISCHEK Karoline (NÖTTV)

3. SKERBINZ Patrick (NÖTTV) / SKERBINZ Nina (NÖTTV)

3. GALITSCHITSCH Michael (STTTV) / GALITSCHITSCH Nicole (NÖTTV)

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Medaillenjagd bei den Staatsmeisterschaften 2026