Nina verabschiedet sich mit Platz fünf in Dakar

Tischtennis-Staatsmeisterin Nina Skerbinz musste sich bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar (SEN) nach vier Siegen in Folge am Ende doch der asiatischen Dominanz beugen. Die 17-Jährige unterlag im Viertelfinale der als Nummer zwei gesetzten Hongkong-Chinesin Tsz Tung Su mit 0:4 (6:11, 9:11, 1:11, 9:11) und schloss das Turnier auf dem fünften Rang ab. Im donnerstägigen Mädchen-Semifinale stehen ausnahmslos asiatische Spielerinnen. „Im zweiten Satz war ich knapp an einem Satzgewinn dran, da hätte ich sie eventuell kurz aus dem Konzept gebracht. Aber am Ende hat Su verdient gewonnen. Es war schwer, bei diesem Angriffsdruck meinen Spielrhythmus zu finden. Aber auf den 5. Platz kann ich stolz sein“, meinte die Niederösterreicherin.

Foto: ÖOC/Michael Meindl

Su, ebenfalls 17 Jahre alt, rangiert in der aktuellen Damen-Weltrangliste auf dem beachtlichen 57. Rang und ist damit die klar bestplatzierte Spielerin aus dem YOG-Teilnehmerinnenfeld. Zum Vergleich: Skerbinz ist im ITTF-Ranking auf Platz 194 zu finden. Das vierte und letzte Viertelfinal-Duell des Tages dauerte insgesamt 29 Minuten. In den Sätzen zwei und vier kam die ÖTTV-Nachwuchshoffnung einem Satzgewinn nahe. Am Ende aber setzte sich die spielerische Dominanz von Su durch.

Foto: ÖOC/Michael Meindl

„Sie hat besser serviert, einfach druckvoller gespielt“, meinte Nina Skerbinz. Die EYOF-Siegerin von 2025 darf dennoch eine sehr positive Bilanz der Olympischen Jugendspiele in Dakar ziehen. Nina gelang in der Gruppenphase ein deutlicher 3:0-Erfolg gegen Minshin Chen (TPE), die ihrerseits den Sprung ins Semifinale schaffte. „Das zeigt, was mir da in der Vorrunde gelungen ist. Darauf lässt sich aufbauen!“ Beim Achtelfinal-Krimi gegen Stuti Kashyap (ANT) verwandelte Skerbinz einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Satzerfolg. Beim afrikanischen Publikum zählte sie an allen Spieltagen zu den Publikumslieblingen. „Ich war als Nummer elf gesetzt und bin ins Viertelfinale gekommen, damit kann ich sehr zufrieden sein. Das heutige Spiel zeigt aber auch, woran ich noch arbeiten kann, um auf diesem Level überraschen zu können.“

Unvergessen bleibt für Skerbinz auch die Erfahrung als Fahnenträgerin des Youth Olympic Team Austria. „Die Stimmung im Stadion war einmalig – es war ein absoluter Gänsehautmoment.  Afrika war eine tolle Erfahrung für mich, Danke, Dakar!“

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Nach Aufholjagd im Viertelfinale der Olympischen Jugendspiele