Saisonauftakt der besonderen Art
Vor den Augen ihrer VIP-Gäste feierte Nina einen erfolgreichen Saisonauftakt in ihrer Heimat. Foto: Team Skerbinz
Tischtennis-Nachwuchshoffnung Nina Skerbinz – im Vorjahr Goldmedaillengewinnerin bei den Europäischen Jugendspielen 2025 in Skopje – gab am Samstag in Markgrafneusiedl ein einmaliges Gastspiel in der Herren-Landesliga. Die 16-jährige Niederösterreicherin feierte zwei souveräne Einzelsiege und an der Seite von Ex-Teamspieler Kostadin Lengerov auch einen Erfolg im Doppel. Satzverhältnis: 9:1. Am Ende gewann TTV UKJ Markgrafneusiedl gegen ESV Amstetten mit 7:0.
Für Nina Skerbinz ist nach den Sommerferien wieder der normale Alltag zurückgekehrt. Zum einen drückt die aktuelle Damen-Staatsmeisterin die Schulbank im Gymnasium am Augarten in Wien, die verbleibende Zeit nützt sie für Hausaufgaben und 25 Stunden Training. Mindestens drei Einheiten pro Woche sind für das Training mit der 6-fachen Olympiateilnehmerin und Ex-Europameisterin „Susi“ Liu Jia reserviert. „Bei uns steht ein Gästezimmer und ein Klappbett für (die in Linz wohnende) Susi bereit, damit wir mit den Trainingseinheiten möglichst flexibel sind“, erzählt Vater Rainer Skerbinz.
Um den Stress in den nächsten Monaten möglichst gering zu halten und sich optimal auf die Olympischen Jugendspiele in Dakar (SEN/31.10. – 13.11.) vorbereiten zu können, ist Nina Skerbinz zu ihrem Heimatverein TTV UKJ Markgrafneusiedl zurückgekehrt. Die Damen-Bundesliga lässt sie bewusst aus. „Wir haben aus dem letzten Jahr bei Stockerau unsere Lehren gezogen. Wichtiger ist, dass sich Nina auf Schule und Training fokussieren kann.“
Verbunden mit der Rückkehr zum TTV UKJ Markgrafneusiedl war das Versprechen, einmal für den Klub in der Herren-Landesliga aufzulaufen. Zu diesem Anlass wurden auch die Partner von Nina Skerbinz eingeladen, die von der VIP-Tribüne aus den Auftritt von Nina vor ihrem Heimpublikum verfolgten. Zu Gast in der Volksschule Markgrafneusiedl vor rund 100 Zuschauern war im Zweitrunden-Heimspiel der ESV Amstetten. Anfangs unterliefen der 16-Jährigen noch ein paar Flüchtigkeitsfehler, war ihr eine gewisse Nervosität anzumerken. Mit jedem Ballwechsel fand Nina besser ins Spiel, kehrte das Lächeln in ihr Gesicht zurück: „Es war ein sehr spezieller Tag für mich, hier habe ich im Alter von fünf Jahren mit Tischtennis begonnen, meine ersten Meisterschaftsspiele gespielt und dem Papa in der Landesliga zugeschaut. Schön, dass ich heute drei Siege einfahren konnte. “ Im Publikum saßen viele bekannte Gesichter, natürlich auch Mutter Susanne und Vater Rainer. Einzig Bruder Patrick musste passen. Der 18-Jährige war derweil mit Mauthausen in der Männer-Bundesliga im Einsatz.
Nina gewann beide Einzel und das Doppel mit Ex-Nationalspieler Kostadin Lengerov. Foto: Team Skerbinz
Mit rund 100 Zuschauern war der Turnsaal der Volksschule Markgrafneusiedl gesteckt voll. Foto: Team Skerbinz