Sportliche Reifeprüfung bei der Team-WM in London
Pressemitteilung · 06. Mai 2026 · Sportland Niederösterreich
Aufschlag auf der Weltbühne: Nina Skerbinz absolvierte in London ihre sportliche Reifeprüfung. Foto: SpotOne/Manuel Rampl
Auf die Matura muss Tischtennis-Ass Nina Skerbinz noch drei Jahre warten, die sportliche Reifeprüfung ist der 16-Jährigen längst geglückt. Die Niederösterreicherin – wohnhaft in Markgrafneusiedl, in der TT-Bundesliga für UTTC Stockerau im Einsatz- wusste bei der Team-Weltmeisterschaft in London zu überzeugen. Ninas WM-Debüt in Zahlen: 3 Siege, 1 Niederlage, Satzverhältnis: 10:3. Punkte: 125:99. In der Weltrangliste wird die Niederösterreicherin voraussichtlich rund 300 Plätze gutmachen.
„Ich bin ziemlich müde. Meine erste Team-Weltmeisterschaft war einigermaßen fordernd, auch wenn’s am Ende nur vier Spiele waren. Ich konnte unglaublich viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln und gleich eine doppelte Premiere feiern: Es war meine erste WM und mein erster London-Aufenthalt“, bekennt Nina.
„Mein bestes Spiel war wohl jenes gegen Edmarie Leon, im Vorrunden-Duell mit Puerto Rico. Mein Sieg brachte den zweiten Punkt für Österreich und damit die Vorentscheidung. Eigentlich komisch, dass sich meine Nervosität vor dem Spiel in Grenzen hielt. Mein Sieg stand nie in Frage.“
Der entscheidende Punkt: Ninas Sieg gegen Edmarie Leon brachte Österreich die Vorentscheidung gegen Puerto Rico. Foto: ITTF
Beim 0:3 gegen Nordkorea, in der ersten K.o.-Runde, verbuchte die ÖTTV-Damenstaatsmeisterin den einzigen rot-weiß-roten Satzgewinn: „Ich traue mir zu sagen: An einem perfekten Tag kann ich auch eine wie Su Yong Cha schlagen“, meint Nina. Detail am Rande: Die 25-jährige Nordkoreanerin brachte bei den Asien-Meisterschaften im vergangenen Oktober keine Geringere als die japanische Weltranglisten-Fünfte Miwa Harimoto an den Rand einer Niederlage, musste sich am Ende denkbar knapp mit 2:3 in Sätzen geschlagen geben. „Der Satzgewinn hat mir moralisch gutgetan.“
Auch außerhalb der Wembley Arena (Hauptrunde) bzw. Copper Box (Vorrunde) fühlte sich die NÖ-Nachwuchshoffnung gut aufgehoben: „Die zwei Wochen vergingen wie im Flug: Wir sind ein eingeschworenes Team, haben viel Spaß und pushen uns gegenseitig. Die Trainingseinheiten mit Sofia Polcanova haben eine ganz besondere Qualität, davon kann ich nur profitieren. Ich habe jede Minute genossen.“
„Wir sind ein eingeschworenes Team, haben viel Spaß und pushen uns gegenseitig" – Nina mit dem österreichischen Damenteam, Sporttherapeut Mario Mostböck und Bundestrainer Zhang Jie bei der Team-WM in London. Foto: privat
Für einen weiteren Wohlfühl-Effekt sorgte auch ÖTTV-Sporttherapeut Mario Mostböck. „Er ist seit 2021 für mein Konditions- und Fitnesstraining verantwortlich. London war jetzt unser erster internationaler Einsatz. Mit vertrauten Leuten zusammen arbeiten zu können, wirkt beruhigend“, betont die BORG-Schülerin. Nach dem London-Abenteuer hat sie ab Donnerstag der Schulalltag wieder.
Der nächste internationale Wettkampf-Einsatz in der allgemeinen Klasse ist erst nach den Sommerferien geplant, von 23. – 27. September beim WTT-Feeder-Turnier in der Linzer Tips Arena.